Gedicht des Monats

Februar

Der kleine Schweinehund

 

Mein Haustier lebt jahrein, jahraus

ganz treu bei mir in meinem Haus.

Meist hält er sich im Hintergrund:

Mein kleiner bunter Schweinehund.

 

Er läuft bei mir an langer Leine

und sagt mir gerne, was ich meine.

Er rät mir zu, gibt auf mich acht,

so fühle ich mich gut bewacht.

 

Schon morgens brummt er in dem Bett:

„Komm, bleib doch noch, es ist so nett.“

Und sag ich dann: „Nein, ich muss raus!“

Dann schmollt er stundenlang vor‘m Haus.

 

Oft hab ich ziemlich viel zu tun,

die Arbeit lässt mich selten ruh‘n.

Da kommt er nach dem Mittagsmahl

und spricht zu mir ganz kollegial:

 

„Entspann dich, Junge, ruh dich aus,

ein bisschen Ruhe hilft durchaus.

So bleibst du fit und bist gesund, d

as rät dir jetzt dein Schweinehund.“

 

Ich weiß nicht aus, ich weiß nicht ein,

ich sollte überall jetzt sein,

und schimpfe auf den Schweinehund,

da meint er treu und brav und bunt:

 

„Was du nicht heute kannst besorgen,

das mach doch locker einfach morgen.

Die Arbeit hüpft dir nicht davon,

sie ist kein Frosch, nun glaub das schon!“

 

So geht´s bei mir tagaus, tagein,

der kleine Kerl bewacht mich fein.

Hab ich mal keine Lust? Na und!

Dann schieb ich‘s auf den Schweinehund.

 

Thomas Knodel

Mit freundlicher Genehmigung des Autors

www.dieknodels.de

 

 

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